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Das Lukas-Evangelium zeigt uns Jesus als den Retter der ganzen Welt. In ihm erfüllt sich Gottes große Heilsgeschichte – voller Freude, Hoffnung und Barmherzigkeit. Lukas macht deutlich: In Christus begegnen wir Gottes Herz, seinem Wesen voller Liebe und Mitgefühl. Durch Jesus kommt Gottes Reich zu uns und verändert Leben.

Auf dem Berg der Verklärung offenbart Jesus seinen Jüngern einen Blick auf seine göttliche Herrlichkeit. Mose und Elia erscheinen als Zeugen dafür, dass das Gesetz und die Propheten in Christus ihre Erfüllung finden, während die Stimme des Vaters bestätigt: „Dies ist mein auserwählter Sohn; auf ihn sollt ihr hören.“ Die Verklärung stärkt die Jünger für den bevorstehenden Weg des Leidens und zeigt, dass hinter dem Kreuz die Herrlichkeit des Reiches Gottes wartet.

Jesus stellt seinen Jüngern die entscheidende Frage nach seiner Identität, und Petrus bekennt ihn als den Christus Gottes. Doch Jesus macht deutlich, dass der Messias nicht zuerst zum Triumph, sondern zum Leiden, Sterben und Auferstehen gekommen ist. Wahre Nachfolge bedeutet deshalb, sich selbst zu verleugnen, das Kreuz auf sich zu nehmen und Christus über das eigene Leben zu stellen.

Jesus sendet die Zwölf aus und gibt ihnen Vollmacht, das Reich Gottes zu verkünden und Menschen zu heilen. Dabei lernen die Jünger, dass der Dienst im Reich Gottes nicht aus eigener Kraft geschieht, sondern aus der Versorgung und Autorität Christi. In der Speisung der Fünftausend zeigt Jesus schließlich, dass er selbst genügt, um die Bedürfnisse seines Volkes reichlich zu stillen.

In der Heilung der blutflüssigen Frau und der Auferweckung der Tochter des Jairus zeigt Jesus seine souveräne Macht über Krankheit und Tod. Beide Geschichten machen deutlich, dass wahrer Glaube sich nicht auf menschliche Möglichkeiten stützt, sondern auf Christus allein vertraut. Wo alles verloren scheint, offenbart Jesus seine rettende Autorität und schenkt Leben durch seine gnädige Macht.

Jesus offenbart seine göttliche Autorität über Naturgewalten und dämonische Mächte: Er stillt den Sturm und befreit den besessenen Mann mit einem Wort. Dadurch wird sichtbar, dass Christus als Herr über die gesamte Schöpfung regiert und keine Macht seinem Willen widerstehen kann. Der Befreite wird zum Zeugen der Gnade Gottes – ein Zeichen dafür, dass Jesu Herrschaft Menschen nicht zerstört, sondern rettet und erneuert.

Im Gleichnis vom Sämann zeigt Jesus, dass wahres geistliches Wachstum vom Wirken Gottes im Herzen abhängt, nicht nur vom Hören des Wortes. Unterschiedliche Reaktionen offenbaren, wie Gottes Wort entweder oberflächlich bleibt oder durch seine Gnade Frucht bringt. Wer das Wort im Glauben hört und bewahrt, wird durch Gottes Wirken zu echtem, bleibendem Wachstum geführt.

Jesus zieht umher und verkündigt das Reich Gottes, begleitet von den Zwölf und Frauen, die ihm aus ihren Mitteln dienen. So wird sichtbar, dass Gottes Reich nicht nur in Worten besteht, sondern konkret im Leben von Menschen Gestalt gewinnt. Gottes Gnade beruft und verändert Menschen unterschiedlichster Herkunft und bindet sie gemeinsam in seinen Dienst ein.

Johannes der Täufer lässt durch seine Jünger fragen, ob Jesus der Kommende ist, und Jesus antwortet, indem er auf seine Werke hinweist, die Gottes Reich sichtbar machen. So zeigt sich: Der Glaube gründet nicht in Erwartungen, sondern in Gottes offenbartem Handeln in Christus. Während einige diese Wahrheit im Glauben annehmen, verwerfen andere sie – und offenbaren damit die Blindheit eines Herzens, das sich Gottes Weisheit nicht unterordnet.

Jesus erweist sich als Herr über Krankheit und Tod: Er heilt den Knecht des Hauptmanns auf dessen glaubensvolles Vertrauen hin und erweckt den Sohn der Witwe von den Toten. Dabei wird deutlich, dass seine rettende Macht nicht an Nähe oder menschliche Leistung gebunden ist, sondern souverän wirkt. In ihm begegnet Gott selbst seinem Volk als der barmherzige Erlöser, der Leben schenkt, wo keine Hoffnung mehr ist.

Jesus zeigt, dass echtes Christsein nicht nur im Hören seiner Worte besteht, sondern im gehorsamen Tun, das aus einem erneuerten Herzen hervorgeht. Wie ein gutes Fundament das Haus trägt, so trägt allein das auf Christus gegründete Leben in den Stürmen des Lebens. Wahre Frucht und Standhaftigkeit sind letztlich das Werk von Gottes Gnade, die Menschen innerlich verwandelt und fest auf sein Wort baut.

Jesus warnt eindringlich vor einem richtenden und selbstgerechten Herzen, das andere verurteilt, während es die eigene Schuld übersieht. Wahre Liebe entspringt nicht menschlicher Moral, sondern der zuvor empfangenen Gnade Gottes. Wer aus dieser Gnade lebt, wird befähigt, barmherzig, vergebend und wahrhaftig zu handeln – und so gute Frucht hervorzubringen.

Jesus ruft seine Jünger zu einer Liebe auf, die weit über menschliche Maßstäbe hinausgeht: Feindesliebe, Barmherzigkeit und selbstlose Hingabe. Diese Liebe ist nicht natürliche Tugend, sondern Frucht der Gnade Gottes, die sich im barmherzigen Vater offenbart. Wer aus dieser Gnade lebt, spiegelt Gottes Wesen wider und bezeugt das Reich, das in Christus angebrochen ist.


Im Tempel begegnen Simeon und Hanna dem verheißenen Messias und erkennen in Jesus die Erfüllung aller Hoffnung Israels. Simeon preist Gott, weil er in Christus das Heil sieht, das Gott souverän bereitet hat – ein Licht für die Heiden und Herrlichkeit für sein Volk Israel. Dieses Leben, geprägt von Warten, Vertrauen und Hoffnung auf Gottes Verheißungen, erweist sich als ein Leben, das sich wirklich lohnt.

Die Engel verkünden den Hirten die gute Botschaft von der Geburt des Retters, Christus des Herrn, der aus reiner Gnade in Niedrigkeit kommt. Gott offenbart sein Heil nicht den Mächtigen, sondern einfachen Hirten und zeigt so, dass Rettung allein aus seinem souveränen Handeln entspringt. Die Hirten antworten mit Glauben, Anbetung und Zeugnis – und werden so zu ersten Boten der großen Freude, die Gott seinem Volk schenkt.

Mit der Geburt Johannes des Täufers erweist sich Gott als der Treue, der seine Verheißungen erfüllt. Im Lobgesang des Zacharias wird deutlich, dass Gott sein Volk besucht, um Erlösung zu schaffen und seinen Bund zu bestätigen. Johannes wird als Wegbereiter des Herrn eingesetzt, während Gottes Gnade und Barmherzigkeit in der kommenden Rettung durch den Messias ihren Höhepunkt finden.

Als Maria Elisabeth besucht, bestätigt Gott seine Verheißungen: Johannes jubelt im Mutterleib, und Elisabeth erkennt im Glauben das Handeln Gottes. Im Magnificat preist Maria den Herrn für seine souveräne Gnade, die Niedrige erhöht und Stolze erniedrigt. Wahre Freude entspringt nicht äußeren Umständen, sondern der Erkenntnis, dass Gott treu ist und sein Heil wirksam in der Geschichte und im Leben seiner Erwählten verwirklicht.

Der Engel kündigt Maria die Geburt Jesu an – durch ein souveränes Wunder des Heiligen Geistes wirkt Gott den Beginn der Erlösungsgeschichte selbst. Jesus, der Sohn Davids und Sohn des Höchsten, kommt nicht in menschlicher Stärke, sondern in göttlicher Gnade in die Welt. Marias gläubige Antwort zeigt: Gottes Heil hängt nicht von menschlicher Macht ab, sondern von seinem freien, gnädigen Handeln, das demütige Herzen fähig macht, seinem Wort zu vertrauen.

Zacharias und Elisabeth leben treu vor Gott, bleiben aber kinderlos – bis Gott in ihre lange Wartezeit hineinbricht und die Geburt Johannes des Täufers verheißt. Zacharias’ Zweifel führt zu seinem Verstummen, doch gerade das macht Gottes souveräne Gnade umso deutlicher: Die Erfüllung seiner Verheißung hängt nicht an der Stärke menschlichen Glaubens, sondern an Gottes Treue. In der Stille reift Hoffnung heran – Gott beginnt sein Heilshandeln an einem Ort, der wie Stillstand aussieht.

Jesus zeigt, dass er der Herr des Sabbats ist, indem er menschliche Not über gesetzliche Enge stellt und den wahren Sinn des Gesetzes offenbart. Seine Heilung am Sabbat entlarvt die Härte der religiösen Führer und offenbart zugleich Gottes barmherzige Herrschaft. Als Jesus anschließend die Zwölf beruft und die Menge heilt, zeigt sich: In seiner Schule lernen Jünger nicht Formalismus, sondern Leben aus Gnade, Wahrheit und der Kraft Gottes.

Jesus ruft den Zöllner Levi in seine Nachfolge, und dieser folgt sofort – ein Bild der souveränen, verwandelnden Gnade Gottes, die Sünder zu Jüngern macht. Während die religiösen Führer Anstoß daran nehmen, dass Jesus mit Sündern isst, macht er deutlich, dass er gerade für die Kranken, nicht für die Selbstgerechten gekommen ist. Mit den Bildern vom neuen Wein und den alten Schläuchen zeigt Jesus, dass sein Evangelium eine völlig neue Realität bringt, die alte Formen sprengt und Menschen in ein neues Leben der Gnade führt.

Als Freunde einen Gelähmten zu Jesus bringen, vergibt er ihm zuerst die Sünden – sehr zum Ärger der Schriftgelehrten, die darin Gotteslästerung sehen. Doch durch das sichtbare Wunder der Heilung bestätigt Jesus seine göttliche Autorität, Sünden zu vergeben. In seiner Gegenwart werden Menschen nicht nur körperlich, sondern vor allem geistlich erneuert: Schuld weicht Gnade, und Gottes Macht wird offenbar in heilender Barmherzigkeit.

Bei der wunderbaren Fischerei offenbart Jesus seine göttliche Macht, und Petrus erkennt erschüttert seine eigene Sündigkeit vor der heiligen Gegenwart Gottes. Doch statt ihn zu verstoßen, ruft Jesus ihn in die Nachfolge und macht ihn zum „Menschenfischer“ – ein radikaler Akt der Gnade. Auch in der Heilung des Aussätzigen zeigt sich dieselbe Kombination: Die reine Heiligkeit Gottes berührt das Unreine und macht es ganz. So verbindet Jesus Heiligkeit mit heilender Gnade für Sünder.

Jesus lehrt in Kapernaum mit einer Autorität, die alle erstaunt, und treibt Dämonen mit bloßem Wort aus. Seine Macht offenbart sich nicht nur über die Mächte des Bösen, sondern auch über Krankheit, als er viele heilt – darunter die Schwiegermutter des Petrus. Die Menschen wollen ihn festhalten, doch Jesus zieht weiter, weil er gesandt ist, das Reich Gottes überall zu verkünden. So zeigt sich: Sein Wort trägt göttliche Autorität, bringt Befreiung und erfüllt Gottes Heilsplan in Kraft und Gnade.

Jesus beginnt seinen Dienst in Galiläa und lehrt in den Synagogen mit göttlicher Vollmacht. In Nazareth verkündet er, dass sich in ihm die Schrift erfüllt: Er ist der von Gott Gesandte, der den Armen gute Nachricht bringt und Gefangene befreit. Doch statt Glauben begegnet ihm Ablehnung – seine eigenen Landsleute empören sich über ihn, weil er Gottes Gnade über Israel hinaus auf die Heiden ausweitet. Damit zeigt sich: Das Evangelium ruft nicht nur Staunen, sondern auch Anstoß hervor, und Jesus wird schon hier als der verworfene Prophet sichtbar, der dennoch Gottes Heilsplan erfüllt.

Jesus wird vom Geist in die Wüste geführt und dort vom Teufel versucht. Doch anders als Adam und Israel widersteht er jeder Versuchung durch Gehorsam gegenüber Gottes Wort. So zeigt er sich als der wahre Sohn Gottes, der für uns siegreich bleibt, wo alle anderen gefallen sind.

In der Taufe Jesu bestätigt Gott öffentlich seine Sohnschaft: Der Vater spricht sein Wohlgefallen aus, und der Heilige Geist salbt Jesus zu Beginn seines messianischen Dienstes. Diese Szene zeigt den dreieinigen Gott im Handeln und offenbart Jesus als den wahren, sündlosen Menschen und den göttlichen Erlöser, der stellvertretend für Sünder tritt. Der Stammbaum bekräftigt, dass Jesus nicht nur Israels Messias, sondern der zweite Adam ist – der, wo der erste fiel, vollkommen gehorsam bleibt und damit den Weg zum Heil für alle eröffnet.

Johannes ruft zur Buße auf und tauft mit Wasser als Zeichen der Umkehr, doch er betont, dass der kommende Messias eine tiefere Taufe schenkt – mit Heiligem Geist und Feuer. So wird das Gericht zur Chance auf Reinigung, und die Umkehr öffnet den Weg zu neuem Leben.

Lukas beginnt sein Evangelium mit einer Einleitung. Er erklärt, dass schon viele versucht haben, die Ereignisse um Jesus aufzuschreiben. Darum hat auch er sorgfältig alles von Anfang an recherchiert, um einen geordneten Bericht zu verfassen. Sein Ziel: dass Theophilus – und mit ihm die Leser – „die Zuverlässigkeit der Lehre“ erkennen und Gewissheit im Glauben haben.